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LE BON FILM
 

I AM NOT YOUR NEGRO

 

USA/Frankreich/Belgien/Schweiz 2016 | 93 Min. Farbe/sw. DCP. E/d
Regie: Raoul Peck | Buch: James Baldwin | Kamera: Henry Adebonojo, Bill Ross, Turner Ross | Schnitt: Alexandra Strauss | Musik: Alexei Aigui |


«Im Juni 1979 beginnt der bedeutende US-Autor James Baldwin seinen letzten, unvollendet gebliebenen Text «Remember This House». Mit persönlichen Erinnerungen an seine drei ermordeten Bürgerrechtler-Freunde Malcolm X, Medgar Evers und Martin Luther King und Reflexionen der eigenen, schmerzhaften Lebenserfahrung als Schwarzer schreibt er die Geschichte Amerikas neu. Raoul Peck inszeniert die 30 bislang unveröffentlichten Manuskriptseiten mit einer fulminanten Collage von Archivfotos, Filmausschnitten und Nachrichten-Clips: die Boykottinitiativen und den Widerstand gegen die Rassentrennung in den 1950er- und 60er-Jahren, die Unsichtbarkeit von Schwarzen in den Kinomythen Hollywoods, afroamerikanische Proteste gegen weisse Polizeigewalt bis in die jüngste Gegenwart, Baldwins kompliziertes Verhältnis zur Black-Power-Bewegung, den paranoiden Blick eines FBI-Berichts auf dessen Homosexualität. Ein prägnanter und verstörender Essay über die bis heute vom Mainstream weitgehend ausgeblendete Wirklichkeit schwarzer Amerikaner. Samuel L. Jacksons Stimme verleiht der poetisch-meditativen Sprache Baldwins einen angemessenen Ausdruck.»
Berlinale 2017

 

«Beseelt vom gerechten Zorn über die Verhältnisse und gepaart mit kraftvoller Lust an Aufklärung gelingt Regisseur Raoul Peck ein brennend aktueller Essayfilm. Sein brillant komponierter Rückblick auf die Ära der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung sowie das Leben und Werk des verstorbenen afroamerikanischen Schriftstellers James Baldwin erschüttert. Unmissverständlich zeigt der gebürtige Haitianer, dass Unterdrückung, Ungerechtigkeit, Rassismus und Klassenunterschiede keineswegs durch globalen Neoliberalismus verschwunden sind. Das Oscar-nominierte Meisterwerk des politischen Kinos kommt zu einem Zeitpunkt, da der Rassismus in den USA so virulent ist wie vielleicht seit den sechziger Jahren nicht mehr.»
Luitgard Koch, Programmkino.de - Kinomagazin der deutschen Arthouse- und Programmkinos 2017

 

Raoul Peck
Geboren 1953 in Port-au-Prince, Haiti, aufgewachsen in Zaire und in den USA. Peck studierte in Frankreich, in den USA und an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin. Mit seinem Spielfilm L'Homme sur les quais präsentierte er 1993 den ersten Beitrag aus der Karibik im Wettbewerb von Cannes und übernahm 1996 und 1997 das Amt des Kulturministers in Haiti. 2002 war er Mitglied der Internationalen Jury der Berlinale und 2012 Mitglied der Wettbewerbsjury von Cannes. Mit seinen diversen Spiel- und Dokumentarfilmen sorgt er immer wieder für Aufsehen. Auswahl: Haitian Corner (1987), Corps plongés (1997), Lumumba (2000), Sometimes in April (2005), Assistance mortelle (2012), Meurtre à Pacot (2014), Le jeune Karl Marx (2017).

 
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